Programm für die Kommunalwahl 2026

Ein familienfreundliches, nachhaltiges und lebenswertes Staufenberg – mit starken Ortsteilen, einer modernen Infrastruktur und einer Politik, die gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestaltet wird.

• durch Bürger*innennähe und Transparenz – Wir stehen für eine offene Kommunalpolitik mit nachvollziehbaren Entscheidungen, digitaler Verwaltung und echter Bürger*innenbeteiligung.

• wir wollen Familien stärken – Wir setzen uns für ausreichend Kita- und Hortplätze ein, für moderne Schulen und sichere Schulwege. Kinder und Jugendliche sollen beste Chancen erhalten – unabhängig vom Wohnort, Herkunft und unabhängig vom Einkommen der Eltern.

• Ehrenamt und Vereine fördern – Vereine, Feuerwehren und Ehrenamtliche sind das Herz unserer Gemeinde. Wir wollen sie unbürokratisch unterstützen und gute Rahmenbedingungen für ihr Engagement schaffen.

• Lebenswerte Ortsteile für alle Menschen – Wir wollen moderne und attraktive Spielplätze, auch die Umsetzung neuer Ideen wie z. B. einen „Wasserspielplatz“ oder einen „Abenteuerspielplatz, Treffpunkte für Jung und Alt sowie frei zugängliche Sport- und Bewegungsangebote schaffen und erhalten. Unsere Dörfer sollen lebendig und generationenübergreifend sein.

• Modernisierung von Gemeinderäumen – „Coworking-spaces“, um Freiberuflern, Remote-Mitarbeitenden oder Studierenden, EhremamtlerInnen und Vereinen und Verbänden einen modernen Arbeits- und Gemeinschaftsraum anzubieten und damit das Wohnen und Leben in unserer Gemeinde attraktiver zu gestalten.

• Gute medizinische und pflegerische Versorgung um die älter werdende Gesellschaft zu integrieren und den anstehenden Reformen zu trotzen. Wir setzen uns dafür ein, die bestehenden Strukturen im Obergericht zu stärken und zukunftsfest zu machen.

Wir wollen nach Wegen suchen, im Alter und bei Krankheit auch eine wohnortnahe stationäre Versorgung entsprechend dem Bedarf zu realisieren. Stichworte könnten dabei sein: Bau von behindertengerechten und betreuten Wohnungen sowie die Erweiterung stationärer Pflegeplätze in Staufenberg durch offensive Ansprache möglicher Investoren und Träger möglichst auch durch Nutzung des Bauturbogesetzes.• Treffpunkt für Mensch und Tier – Raststationen für Menschen und Tiere in Verbindung mit Trink- und Badeplätzen für Hunde („Dog-In-Stationen“) sind wünschenswert. Angedacht könnten diese Badeplätze an allen Stellen mit regelmäßigem Zulauf (Entwässerungsgräben, Bäche, Flüsse) entstehen und auch eine Bereicherung für die Fauna darstellen, wenn Wasser in Teilbereichen in Stehhöhe für Hunde angestaut werden würde. Angrenzende, schattige Sitzgelegenheiten für

SpaziergängerInnen könnten das Ganze abrunden und gemeinsame Aufenthaltsqualität im Freien bieten. Da es dies in Deutschland in dieser Form im ländlichen Bereich nicht gibt, könnte daraus eine Attraktion medienwirksam entstehen.

Im Fokus grüner Energie- und Umweltpolitik stehen Klimaschutz und Energieversorgung unserer Gemeinde mit nachhaltig erzeugter Energie. Dabei sollen Klima- und Naturschutz Hand in Hand gehen. Ohne Klimaschutz sind alle Arten, einschließlich des Menschen, bedroht und ohne Naturschutz gehen z.B. wichtige CO2-Speicher (Moore, Wald) verloren.

Ein Klimaschutzkonzept für unsere Gemeinde liegt seit Dezember 2023 vor. Demnach sollen die Verwaltung der Gemeinde Staufenberg bis 2035 und die privaten Haushalte bis 2045 klimaneutral werden.

Wir machen uns für die zügige Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen stark.

• Die Versorgung von Energie und Wärme mit Erneuerbaren Energien für alle gemeindeeigenen Liegenschaften sowie die Optimierung des energetischen Standards muss erreicht werden.

• Über den Stand der Erzeugung und des Verbrauchs von Energie gemeindeeigener Liegenschaften soll regelmäßig transparent berichtet werden, um in der Gemeinde ein gemeinsames Bewusstsein zu schaffen.

• Proaktive Beratung über aktuelle Fördermöglichkeiten sollten als Dienstleistung initiativ angeboten werden. Dies ist insbesondere wichtig, weil die CO2-Steuer alle Kommunen und Bürger*innen zunehmend belasten wird, die weiterhin fossile Energieträger zur Strom- und Wärmegewinnung einsetzen, oder z.B. mit Verbrennungsmotoren fahren.

• Die Umsetzung der Windkraft in der Gemeinde wird begrüßt und unterstützt. Ziel ist, die regionale Wertschöpfung z.B. durch Beteiligungsmöglichkeiten über Bürgerenergiegenossenschaften zu gewährleisten.

Der Klimawandel hat begonnen. Die zehn heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in1880 liegen alle in dem Zeitraum von 2000 bis 2024. Dringend sind daher Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel erforderlich.

• Ein erster Schritt ist gemacht, ein Hochwasserschutzkonzept für Starkregenereignisse wurde für die Gemeinde Staufenberg erstellt. Nun muss es aber auch mit der Umsetzung weiter gehen. Maßnahmen für besonders gefährdete Bereiche, in denen sich z.B. auch noch Schule und Kindergarten befinden sind mit höchster Priorität einzuleiten.Aber nicht nur Starkregenereignisse können infolge des Klimawandels verstärkt auftreten:

Hitze- und Dürreperioden gehören ebenso zu den Folgen. Auch hier ist ein Umdenken in vielen Bereichen nötig,

• um z.B. Schattenplätze oder Trinkwasser im öffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen oder auch den Umgang mit Wasser grundsätzlich zu überdenken.

• Die Entsiegelung und Begrünung von Gemeindeflächen (z.B. Schulhöfe), Baumpflanzung an Gemeindestraßen und Wirtschaftswegen, um zukünftig beschattete Fuß- und Radwege zu gewährleisten sowie Bewusstseinsbildung für grüne Vorgärten und Hecken statt Zäune sind weitere Maßnahmen, den Folgen des Klimawandels zu begegnen.

• Wir setzten uns ein für die Zusammenarbeit mit den lokalen Genossenschaften und Verbänden, es sollte ein Konzept zur naturnahen Bewirtschaftung der Wälder im Gemeindegebiet entwickelt werden. Ein klimaresistenter und artenreicher Mischwald steigert auch den Erholungswert für die Bevölkerung sowie die touristische Attraktivität.

• Der Pflegeschnitt von kommunalen Hecken sollte im Umfang immer nur auf das notwendige Minimum begrenzt erfolgen. Bei Neuanlagen von Hecken sind heimische Arten einzusetzen, um damit den Lebensraum für viele Tierarten (Vögel, Insekten) zu sichern.

Hecken bieten auch Windschutz in exponierten Lagen. Es ist zu prüfen, ob sich hier eine Zusammenarbeit mit den Wegebauverbänden ergeben könnte.

• Die Förderung von bienenfreundlichen (Vor-) Gärten mit heimischen Pflanzenarten und Auslobung des schönsten Naturvorgartens in allen Dörfern der Gemeinde ist wünschenswert und eine gute Gelegenheit, BürgerInnen in gemeinsame Ziele mit einzubeziehen.

• Um die Entsorgung von Grünschnitt für die Bevölkerung der Gemeinde zu verbessern, sollte die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Landkreis eine Annahmestelle schaffen (Container). Der an gelieferte Grünschnitt wird dann zur Kompostierung oder anderweitiger Verarbeitung an den zuständigen Recyclinghof geliefert.

Im gleichen Zuge ist eine Annahmestelle für Elektroschrott sowie für kleinere Mengen Bauschutt als Zwischenlösung zu organisieren.

Perspektivisch ist ein Recyclinghof im südlichen Landkreis wünschenswert.

• Die Weiterentwicklung und kontinuierliche Kartierung von Wanderwegen ist wünschenswert – sie kann zur Steigerung der Lebensqualität aller und zur Förderung des Tourismus in unserer Gemeinde beitragen

• Wünschenswert ist die Errichtung eines Feldlehrpfades, um der Bevölkerung – insbesondere unseren Kindern – die Natur in Feld und Flur näher zu bringen.Grün bedeutet – Verkehr und Mobilität – verantwortungsvoll zu gestalten

Maßnahmen unserer Gemeinde, die zur Steigerung des nicht mtorisierten Verkehrs beitragen, sind zu fördern. Wie schon in der Vergangenheit fließen die Unterhaltungskosten für öffentliche Wege und Plätze überwiegend in die Unterhaltung von Straßen, der Unterhaltung z.B. von Geh- und Radwegen wird nur unzureichend nachgekommen.

• Kommunale Investitionen in eine Radwegeinfrastruktur sind wichtig. Wir setzen uns weiter dafür ein, sämtliche Ortsteile mit einem alltagstauglichen Rad auf separaten Wegen erreichen zu können. Die Trennung von motorisiertem Verkehr und Rad-/Fußverkehr außerhalb von Tempo 30 Zonen hat dabei oberste Priorität.

• Auf den Bau des Radweges im Niestetal haben wir zwar nur begrenzten Einfluß, da dieser Radweg zum größten Teil im Landkreis Kassel verlaufen wird; wir werden aber alles daransetzen, diesen auf der Prioritätenliste der Landkreise Göttingen und Kassel ganz oben anzusetzen.

• Um die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs zu erhalten und zu steigern wollen wir die Zugehörigkeit zum Kassel Plus Tarif des Nordhessischen Verkehrsverbund unbedingt beibehalten. Zu prüfen ist, ob weitere Haltestellen nach dem Haltestellenprogramm des Zweckverbandes Südniedersachsen kundenfreundlicher ausgestaltet werden können.

Dabei ist auch die Einrichtung von intermodalen Haltestellen im Blick zu behalten, um verschiedene Verkehrsmittel besser miteinander verknüpfen zu können.

• Außerdem setzen wir uns für einen 30-Minuten -Takt der Linie Kassel über Uschlag, Benterode, Landwehrhagen,Lutterberg nach Hannoversch Münden ein.

• Außerdem muss die Anbindung der übrigen Ortsteile verbessert werden. Das Motto „Jedes Dorf, jede Stunde“ des NVV aus 2019 sollte nun auch in Staufenberg in allen Orten Realität werden.

• Bei einer Weiterentwicklung der Schienen-Nahverkehrsstrecke zwischen Göttingen und Kassel ist die Reaktivierung des Haltepunkts Kragenhof ein wichtiger Schritt für eine verbesserte Anbindung an die Oberzentren Kassel und Göttingen.

• Angesichts der bevorstehenden Realisierung der Kasseler Kurve fordern wir die Umsetzung von Lärmschutzmaßnahmen auch außerhalb des eigentlichen Baufensters in den Bereichen von Spiekershausen und Speele.

• Die Elektromobilität nimmt erfreulicherweise immer mehr zu, die Ladeinfrastruktur in unserer Gemeinde sollte diesem Bedarf entsprechend ausgebaut werden. Außer den Ladesäulen auf dem Gelände des Autohofs Lutterberg gibt es in der Gemeinde nur sehr wenige öffentlichen Ladesäulen. Wir machen uns für den Ausbau von öffentlichen Ladesäulenstark.

Es liegt weiterhin eine strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen vor. Neue Aufgaben werden nicht ausreichend von Land und Bund gegenfinanziert. Wir fordern, realistisch auf das Machbare in unserer Gemeinde zu schauen und Investitionen vorrangig in den Erhalt und die Sicherung vorhandener Werte zu tätigen. Bei neuen Investitionen müssen künftig insbesondere die Folgekosten stärker mitbetrachtet werden. Eine schwarze Null oder ein Plus im Haushaltsabschluss ist erstrebenswert aber gleichzeitig fordern wir für die nachfolgenden Generationen Sachwerte mit den erforderlichen Unterhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen zu erhalten, um deren Substanz, Wert und

Attraktivität zu bewahren und auszubauen. Eine gute Infrastruktur ist es letztendlich, die unsere Gemeinde für Bewohner*innen attraktiv und lebenswert macht. Maßnahmen, die zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung unserer Gemeinde beitragen und damit die Einnahmeseite verbessern können, sind fortlaufend zu definieren und aktuellen Entwicklungen anzupassen.